Aufzucht der Welpen

 

 

Das Wölfen/Werfen


 
Ca. 1 Woche vor dem wölfen wird die Wurfbox im Wohnbereich aufgestellt. In diesem Bereich wird die Mutterhündin ca. 3 Wochen verbringen. Sollten es mal 2 Würfe innerhalb kürzester Zeit sein, steht auch der anderen Hündin ein eigener Bereich innerhalb unserer Wohnung zu. Diese Wohnbereiche sind mit  keiner Türe versehen. Die Mutterhündin hat jederzeit Zugang oder Freigang. Das restliche Rudel, sowie auch der Rüde,  kann so immer am Geschehen teilnehmen. Unsere Hunde sind so sozialisiert, dass sie sich es nie trauen würden, der Mutterhündin mit ihren Welpen in den ersten Tagen einen Besuch abzustatten. Natürlich sind alle neugierig, aber sie kennen instinktiv ihre Grenzen.
Ab dem 58. Tage messen wir regelmäßig (2 mal täglich) die Körpertemperatur der Hündin. Lt. Fachzeitschriften und Literatur fällt die Temperatur 24 Stunden vor Geburt unter 37 Grad C. Des Weiteren wird die gebärende Hündin in den letzten 2 Tagen kein Futter mehr zu sich nehmen. Doch dieses ist nicht immer der Fall. Unsere Hündinnen fressen bis zur letzten Minute. Ebenso sank z.B. bei Byorka die Körpertemperatur nur auf 37.7 Grad C.
Um die Geburt vorherzusehen, muss man seine Hündin sehr gut kennen und genau beobachten. Ständige Unruhe, Außergewöhnliche Anhänglichkeit, sind für uns die sichersten Anzeichen, dass die Geburt bald in Gang kommen wird.
Schon bei diesen Anzeichen wird die Hündin von uns nicht mehr alleine gelassen. Wir verbringen die Nächte in der Nähe der werfenden Hündin. Natürlich ist unser Tierarzt vorab informiert und auch mitten in der Nacht Abrufbereit.

 

 
Das Wurflager


Die Wurfbox sollte die ideale Größe haben. Die Mutter sollte sich bequem hinlegen und ausstrecken können und ebenso die Größe in der Breite haben, damit sie sich während der Geburt mit den Hinterbeinen gut abstützen kann. Den Welpen sollte die Freiheit gewährleistet werden auf kühle Plätze zu Robben oder Mamas Milchdrüsen schnell zu erreichen.

 


Wärme


Über unserer Wurfbox hängt in den ersten Tagen immer eine Wärmelampe. Heizdecken lehnen wir prinzipiell ab. Durch die Wärmelampe hat die Mutterhündin immer die Gelegenheit in den kälteren Bereich des Wurflagers zu liegen. Ein erwachsener Samojede liebt die andauernde Wärme von unten nicht. Es mag gut für die Welpen sein, aber was nützt es, wenn die Mutterhündin das Wurflager weniger besucht, nur weil es ihr dort zu warm ist.
Wenn die Mutterhündin (die natürliche Wärmequelle) ihre Auszeit nimmt, kuscheln sich die Welpen instinktiv aneinander oder suchen die Wärmequelle unter der Wärmelampe auf.

 


Menschlicher Bezug


In der ersten Woche lassen wir den Welpen sowie der Mutterhündin ihre wohlverdiente Ruhe. Lediglich das Wiegen und mit den Augen beobachten ist ein absolutes Muss. Fotos werden nur gemacht, wenn wir eh gerade am Wiegen und somit Hand an den Welpen legen müssen. Wobei dieses ganze Szenario auch eine große Unruhe für die Mutterhündin bringt. Fotos auf Verlangen (könnte ich nicht mal ein neues Bildchen haben) gibt es bei uns in dieser Zeit nicht!
In den ersten 3 Wochen haben die Welpen nur Kontakt zu uns als Züchterfamilie und zu unseren Kindern. Fremde Personen sind in dieser Zeit unerwünscht.
Wenn die kritische Zeit (Immunsystem gebildet)  mit ca. 3- 4 Wochen überschritten ist, können die Welpen täglich Besuch empfangen. Kinder, Freunde, Verwandte, Interessenten und auch Neugierige sind jederzeit herzlich willkommen.

 


Mahlzeiten


Zwischen der 3 - 4 Woche werden die Welpen zugefüttert. Die ersten Mahlzeiten bestehen aus einem speziellen Welpenfleisch, dass aber nicht roh sondern kurz gekocht gegeben wird. Wenn die Welpen sich an das selbständige Fressen gewöhnt haben, wird nach und nach auf Puppytrockenfutter (eingeweicht) umgestellt. Auch Milchprodukte wie Frischkäse und Quark steht ab und zu auf dem Ernährungsplan. Ab der 6. Woche bekommen die Welpen ihr Puppyfutter trocken und sie lernen zu beißen und zu nagen. Kleinere Knochen werden auch gegeben, allerdings nicht roh, sondern getrocknet.

 


Welpenzimmer/Außenbereich


Ab der 3 - 4. Woche ziehen die Welpen zusammen mit ihrer Mutter in das neu geschaffene große Welpenzimmer. Dieses Zimmer ist wiederum vom Wohnbereich nicht abgegrenzt, sondern befindet sich neben unserem Wohnzimmer. Die Welpen sowie die Hündin haben jederzeit die Gelegenheit das Zimmer zu verlassen und in den Außenbereich zu gehen. Ab der 4. Woche dürfen die Welpen dann, natürlich wetterabhängig, mit dem gesamten Rudel den Außenbereich erkunden. Sie lernen schnell verschiedene Untergründe kennen, wie Gras, Betonplatten, Granitsteine, Splitt, Pflanztöpfe. Auch für Buddelgelegenheiten ist gesorgt. Für Versteckspiele ist genügend Platz. Sie haben ausreichend Gelegenheiten zum Spielen, Toben, Streiten usw.

Natürlich gibt es  Rückzugmöglichkeiten, wo die Welpen das Geschehen von der Weite beobachten oder einfach nur die Ruhe genießen können.

Das Welpenzimmer dient nur noch als Schlafstätte für die Welpen oder als Spielzimmer, falls es die Wettersituation nicht zulässt, draußen zu spielen.

 


Geräusche


Schon bereits im Mutterleib nehmen die Welpen ihre Umgebung war. Zwischenzeitlich sind die Welpen mit allen Alltagsgeräuschen im Haushalt konfrontiert worden. Staubsauger, Kindergeschrei, Fernseher, Toilettenspülung, Geschirrspülmaschine.... sprich alle Geräusche haben sie bis dahin schon kennen gelernt.
Im Außenbereich kommen wiederum neue Eindrücke auf die Welpen zu. Vogelgezwitscher, Nachbars Hund und Papagei. Flugzeuge, die über unseren Außenbereich fliegen, Autos, Traktoren, Lkws, Rasenmäher......Schnell lernen sie mit diesen fremden und für sie neuen Geräuschen umzugehen.

 

Spaziergang in der Natur

 


Der Auszug


Mit Vollendung der 9 - 10 Lebenswoche dürfen die Welpen bei ihren neuen Besitzern einziehen.

 

 

 Der Samojedenwelpe darf bei Ihnen einziehen mit....

- einem ordentlichen von einem Anwalt ausgearbeiteten Kaufvertrag

- mehrfach entwurmt

- einem Microchip versehen

- einer Ahnentafel unseres Zuchtverbandes

- einem EU-Impfpass mit der 1. Grundimmunisierung

- einer Tassoregistrierung

- einem Wurfabnahmebericht eines unabhängigen Zuchtwartes unseres              Verbandes (in Kopie)

- 1 Gesundheitszeugnis unseres Tierarztes (in Kopie)

- alle für die Zucht erforderlichen Gesundheitsunterlagen der Elterntiere (über Nachweis der HD-, ED-, Patella und Augenuntersuchung in Kopie)

- Halsband und Leine

- 1 bis 2 Welpenstarterpakete mit dem gewohnten Futter für die kommenden Tage

 

 

Unsere 15-jährige Erfahrung spricht dafür, so einen guten Start unserer Welpen in ein neues langes Leben mit ihren Besitzern geschaffen zu haben.
 

 


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